Peter Schwarz-Mantey (53)
Redaktionsleiter
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Biographiearbeit: Schlüsselfragen
Manchmal ist es hilfreich, die Methoden der so genannten Biographiearbeit zu nutzen. Dabei geht es darum, über die eigene Vergangenheit so nachzudenken, dass Sie die Gegenwart verständlicher macht - und vielleicht sogar hilft, die Zukunft zu gestalten. Wir versuchen dabei, bei unseren Gesprächen nicht nur objektive Jahreszahlen und Ereignisse zu vergegenwärtigen - wie Hochzeiten, Todesfälle oder Geburten. Sondern Gefühle und Situationen vor die Seele zu rufen, die zu ihrer Zeit - und danach - oft nicht wichtig genug genommen wurden.

Sie kennen das vielleicht: Auf alten Fotos sieht man sich vor allem im Urlaub unter Palmen. Oder an Weihnachten unterm Tannenbaum. Die Küche aber und der eigene Garten, in denen man sein halbes Leben verbracht hat, wurden nie geknipst. Möglicherweise wird Ihnen so bei der Betrachtung ihrer eigenen, inneren Entwicklung erst richtig bewusst, was schon immer zu kurz gekommen ist. Wie Sie etwas ändern könnten, was Sie schon immer ändern wollten. Neue Lebensziele könnten Sich auftun.

Waren Sie ein Wunschkind?
Dabei werden wir eine Reihe von Fragen erörtern, über die es sich lohnt, nachzudenken. Die Biographie-Forscherin Gudrun Burkhard hat viele davon in Ihrem Buch "Schlüsselfragen zur Biografie" aufgezählt.

Zum Beispiel: Wie wurden Sie als Kind genannt? Hatten Sie Kosenamen? Welche ist Ihre erste Erinnerung? Waren Sie ein Wunschkind? Welche Fächer waren Ihre Lieblingsfächer in der Schule? Welche Bücher haben Sie gelesen, welche haben sie beeindruckt, vielleicht sogar bis heute? Wie sahen Ihre Lebenspläne mit 18 Jahren aus?

Gab es Lebenskrisen?
Die Mitte Ihres Lebens stellt andere Fragen: Wann wurden Sie finanziell unabhängig von den Eltern? Wie und wann haben Sie Ihren Partner kennen gelernt? Waren Sie bei anderen beliebt? Gab es Lebenskrisen, Unfälle, Streitereien, Krankheiten?

Spätere Lebensphasen laden ein, rückblickend das eigene Leben zu bilanzieren - und nach vorne zu schauen: Haben Sie Ihre Lebensziele erreicht? Wie gehen Sie mit Verlusten um? Haben Sie Lust, neue Dinge zu lernen? Was würden Sie gerne ändern? Haben Sie Angst vor dem Tod?

Spiegelungen
Manchmal findet man in seiner Biografie so genannte Spiegelungen. Themen oder Ereignisse aus der Vergangenheit tauchen später wieder auf, oft in verwandelter Form. Wie beim Schauspieler Jim Carrey, der mit 55 Jahren die Malerei neu entdeckt. Als Kind halfen ihm seine Bilder, mental gesund zu bleiben, wie er sagt. Jetzt, mit 55, beginnt er, professionell zu malen.




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